Neue außerschulische Lernorte mit Schwerpunkt Klimaschutz
Urban Gardening
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18.02.2020

Neue außerschulische Lernorte mit Schwerpunkt Klimaschutz

Zwei Einrichtungen erhalten Fördermittel der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau für klimaschutzbezogene Bildungsarbeit

Der Verein Kulturpflanzen e.V., bekannt durch seine KlimaWerkStadt und das Stadtgartenprojekt „Ab geht die Lucie“ in der Neustadt, sowie die Kinder- und Jugendfarm der Hans-Wendt-Stiftung in Borgfeld, die neu in das Thema einsteigt, sind seit Januar sogenannte Basiseinrich-tungen der außerschulischen Umweltbildung in Bremen mit dem Schwerpunkt Klimaschutz. Zwei Jahre lang erhalten sie Fördergelder aus dem Klimaschutzressort zur Finanzierung von je einer halben Stelle sowie Sachkosten, um vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Klimaschutz im Stadtteil und darüber hinaus zu ermöglichen.
Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Möbilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Umwelt Bildung Bremen

Mit der Unterstützung durch jeweils 35.000 Euro pro Jahr werden vor allem offene Angebote ermöglicht, aber auch ergänzende Aktivitäten für Kitas und Schulen mit Themen wie z.B. klimafreundliche Ernährung, Selbermachen/Reparieren/Upcycling oder Energie und Mobilität. So bietet der Kulturpflanzen e.V. Projekte zur Erforschung und Reflektion ganz konkreter alltagstauglicher Handlungs-weisen, wobei das aktive Mitdenken und Einbringen der Kinder und Jugendlichen herausgefordert wird. So könnte beispielsweise der ökologische Fußabdruck oder der Energieverbrauch des eigenen Handys ermittelt werden oder gelernt werden, wie viel es bringt auf Fleisch zu verzichten und ökolo-gisch und regional einzukaufen. Auch auf der Kinder- und Jugendfarm der Hans-Wendt-Stiftung stehen praxis- und alltagsorientierte Aktivitäten im Vordergrund, beispielsweise im Rahmen von Ernäh-rungs- und Gartenprojekten, bei denen es von der Produktion und Herkunft der Lebensmittel, über den Transport bis zur Lagerung, Zubereitung und Haltbarmachen von Gemüse und Obst geht.

Heidi Pesch, Referentin bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau: “Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, Fördermittel für die beiden Projekte zur Verfügung zu stellen und damit der steigenden Nachfrage an handlungsorientierten Angeboten zum Klimaschutz entgegen zu kommen.“

Außer der Hans-Wendt-Stiftung und Kulturpflanzen e.V. gibt es noch zehn weitere gleichermaßen geförderte Basiseinrichtungen der außerschulischen Umweltbildung in Bremen. Acht davon haben die stadtteilbezogene allgemeine Umweltbildung für Kinder und Jugendliche im Fokus, zwei bieten spezielle Angebote zur Umweltbildungsarbeit mit dem Schwerpunkt Gewässerschutz.
Die Koordinierungsstelle Umwelt Bildung Bremen begleitet die geförderten Einrichtungen fachlich und bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, zur Qualifizierung und zu gemeinsamen Aktivitäten. Auf ihrer Internetseite www.umweltbildung-bremen.de können sich Familien, LehrerInnen und ErzieherInnen über passende Angebote informieren.
Sabine Schweitzer, Leiterin der Koordinierungsstelle: „Der Bedarf in den Stadtteilen an Umweltbildungsangeboten war in den letzten Jahren so groß, dass wir uns freuen, dass bis Ende 2021 nun zwölf Einrichtungen statt bisher acht gefördert werden können.“

Presseinformation der Referentin Heidi Pesch, bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Bremen, den 14. Februar 2020